Johannes Martin Kränzle · Hilko Dumno

Liederabend

Johannes Martin Kränzle · Hilko Dumno

Johannes Martin Kränzle © Christian Palm

PROGRAMM

Ausgewählte Balladen von C. Loewe und R. Schumann, Zwölf Jiddische Lieder von R.R. Klein und Deux melodies hebraiques von M. Ravel

KÜNSTLER

  • Johannes Martin Kränzle

    J.M. Kränzle © Christian Palm

    Johannes Martin Kränzle, in Augsburg geboren, ist besonders durch die intensive musiktheatralische Ausdeutung komplexer Charaktere bekannt geworden und gehört zu den führenden Baritonisten seiner Generation. Zunächst studiert er Violine und Musiktheaterregie, danach Gesang bei Martin Gründler in Frankfurt. Die Opernhäuser Dortmund, Hannover und Frankfurt sind seine Stationen im Festengagement.

    Er ist regelmäßig an den großen Opernhäusern zu Gast: an der Metropolitan Opera New York, an der Mailänder Scala, am Royal Opera House London, an der National Opera de Paris, am Teatro Real Madrid, in Zürich und Genf, bei den Salzburger- und Bregenzer Festspielen, beim Glyndebourne- und Luzern- Festival, in Berlin, München, Hamburg, Köln, Stuttgart, in San Francisco, Kairo, Antwerpen, Spoleto, Sofia, Tel Aviv, Tiflis und Tokyo.

    Sein Opernrepertoire umfasst inzwischen 120 Partien und reicht von Händel, Rossini, Verdi, Strauss und Lehar bis zu Henze und Rihm. (Dionysos (UA: Salzburger Festspiele 2010)). Schwerpunkte bilden Mozart und Wagner sowie das slawische Repertoire: Tschaikowsky, Rimsky-Korsakoff, Prokofieff, Janacek. Er gestaltet so unterschiedliche Rollen wie Wozzeck, Alberich, Amfortas, Beckmesser, Wolfram, Blaubart, Tomsky, Prus (Die Sache Makropulos), Siskov (Aus einem Totenhaus), Griasnoj (Die Zarenbraut), Bolkonski (Krieg und Frieden), Ford und Sharpless ebenso wie Don Alfonso, Don Giovanni, Conte Almaviva und Papageno, Eisenstein und Danilo. Er arbeitet mit Dirigenten wie Barenboim, Janowsky, Jordan, Jurowsky, Levine, Luisi, Metzmacher, Pappano, Petrenko, Runnicles und Regisseuren wie Brieger, Jones, Kosky, Loy, McVickar, Mouchtar-Samorai, Tscherniakov, und Wieler zusammen.

    Regelmäßig widmet sich der Bariton dem Konzertgesang. Er gibt Liederabende u.a. beim Schleswig-Holstein-Festival, Expo 2000 Hannover. Schuberts „Winterreise“ führt er szenisch im Kammerspiel Frankfurt auf. Bachs Weihnachtsoratorium in Notre Dame Paris,  Bachs Solokantaten in der Dormition Abbey Jerusalem sowie im Dom von Salvador /Bahia in Brasilien, Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen beim Budapester Frühlingsfestival und Brittens War- Requiem beim Vilnius- Festival sind Höhepunkte seiner Konzertlaufbahn. 2018 ist er Baritonist beim Brahms Ein deutsches Requiem beim Maggio Musicale in Florenz (Jeffrey Tate´s letztes Konzert) und im Concertgebouw Amsterdam unter Bernhard Haitink.

    Er ist Preisträger der internationalen Gesangswettbewerbe von Vercelli (Viotti), Perpignan und Paris (Placido Domingo). Der Bariton wird zweimal, 2011 und 2018 „Sänger des Jahres“ bei der renommierten Kritikerumfrage der OPERNWELT.  2011 erhält er den Kölner Opernpreis und 2019  den wichtigsten deutschen Theaterpreis: DER FAUST.

    2015 wird bei ihm eine aggressiv fortschreitende Form der Knochenmarkerkrankung MDS diagnostiziert und er muss sich einer Stammzell- Transplantation unterziehen. Sein Bruder Andreas kann sein lebensrettender Spender sein.

    Mit großem Erfolg kommt er im September 2016 zurück auf die Bühne in seinem Debüt am Royal Opera House London in Mozarts Cosi fan tutte. Dann folgen Debüts u.a. an der National Opera de Paris (Wozzeck) , an der Elbphilharmonie (Alberich/Ring) und bei den Bayreuther Festspielen (Die Meistersinger von Nürnberg).

    Künftige Projekte sind u.a.: Don Pasquale in Zürich, Die Fledermaus und Parsifal in München, Saint Francois d´Assise in der Elbphilharmonie Hamburg und im Sommer 2020 wieder Bayreuth: Die Meistersinger von Nürnberg.

    Zahlreiche DVD – und CD- Produktionen dokumentieren seine Sängerkarriere. Drei Solo-Einspielungen mit den Titeln „Die Mitternacht zog näher schon“ (diverse Balladen) und „Grenzen der Menschheit“ (Schubert und Schumann) und eben erst „Das ewige Rätsel“ (Mahler, Martin, Ravel und Jiddische Lieder von R.R. Klein) sind erschienen. Diese CD erhält den Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste 2018). Sein Liedbegleiter ist Hilko Dumno.

     

  • Hilko Dumno

    Hilko Dumkno © Barbara Aumüller

    Hilko Dumno studierte an den Hochschulen Detmold/Münster und Frankfurt am Main Klavier, Liedgestaltung und Kammermusik.
    Neben seiner pädagogischen Tätigkeit an der Frankfurter Musikhochschule in den Fächern Liedgestaltung und Instrumentalkorrepetition konzertiert er regelmäßig im In-und Ausland, wie zum Beispiel bei den Schubertiaden in Schwarzenberg und Barcelona, der Styriarte in Graz, dem Menuhin-Festival Gstaad, dem Lucerne Festival,den Schwetzinger Festspielen, den Dresdner Musikfestspielen, dem Bremer Musikfest, den Wahnfriedkonzerten in Bayreuth, dem Heidelberger Frühling sowie an den Opernhäusern in Frankfurt, Köln und Brüssel.
    Zu den Sängerinnen und Sängern, mit denen Hilko Dumno eine langjährige Partnerschaft verbindet gehören u.a. Hedwig Fassbender, Julia Kleiter, Tanja Ariane Baumgartner, Katharina Magiera, Kateryna Kasper, Christoph Pregardien, Georg Poplutz, Holger Falk, Johannes Martin Kränzle und Hans Christoph Begemann.
    CD´s sind bei den Labels challenge classics ( mit Johannes Martin Kränzle, Christoph Pregardien und Julia Kleiter), oehms classics ( mit Johannes Martin Kränzle), naxos ( mit Hedwig Fassbender) und spektral ( mit Georg Poplutz ) erschienen. Im März 2018 erschien die aktuelle CD mit Johannes Martin Kränzle „ Das ewige Rätsel“ bei oehms classics.
    Seit 2015 konzipiert er die Konzertreihe „ Lied und Lyrik“ im Frankfurter Goethehaus gemeinsam mit Hedwig Fassbender und Mathias Herrmann und ist zudem künstlerischer Leiter der Liederabendreihe im Holzfoyer der Oper Frankfurt.