Konzert und Lesung mit Friedrich Kleinhapl, Andreas Woyke, Julia Stemberger und Johannes Silberschneider

musikalische Lesung

Konzert und Lesung mit Friedrich Kleinhapl, Andreas Woyke, Julia Stemberger und Johannes Silberschneider

Friedrich Kleinhapl
Violoncello
Andreas Woyke
Klavier
Julia Stemberger
Schauspieler/in
Johannes Silberschneider
Schauspieler/in

PROGRAMM

Als eine Verehrerin Johannes Brahms fragt: „Denken sie immer lange nach, bevor sie komponieren?“ erwidert er „Gnädigste, denken sie immer lange nach, bevor sie fragen?“ So kennt man ihn, Brahms: bärbeißig, ironisch und übel gelaunt, ein Misanthrop.

Doch immer wieder stellt sich uns die Frage: woher kommt die leuchtende Kraft in seiner Musik, die Sensibilität, die Tiefe?  Und plötzlich taucht Frau Truxa auf, seine Haushälterin. Sie hat ihn zehn Jahre lang täglich umsorgt, seine Gefühle, Freuden und Ängste unmittelbarer erlebt als jeder andere. Besser als jeder andere, weiß sie, wer sich hinter der misanthropischen Maske wirklich verbirgt.

Brahms und Frau Truxa, denen die renommierten Schauspieler Julia Stemberger und Wolfram Berger, Gestalt geben, unterhalten sich in diesem Dialog über ihr „gemeinsames“ Leben. ­­­Schritt für Schritt tritt der Mensch Johannes Brahms hervor und das Genie, dem Robert Schumann die Bürde der Beethoven Nachfolge auferlegt hat, in den Hintergrund.

Über den österreichisch-belgischen Cellisten schwärmt die New York Times ebenso wie Valery Gergiev oder die russische Komponistin Sofia Gubaidulina. Friedrich Kleinhapl lässt mit seiner Expressivität beim Spielen die Funken sprühen, höchst leidenschaftlich und höchst individuell. Sein Klang und sein Stil sind unverwechselbar, kompromisslos risikobereit, um Musik in jedem Moment neu entstehen zu lassen. Er konzertiert als Solist und Kammermusiker in zahlreichen großen Konzerthäusern in Europa, Nord- Mittel- und Südamerika bis China und Japan. Friedrich Kleinhapl hat bisher 15 CDs eingespielt und bei zahlreichen CD Produktionen mitgewirkt. Viele Aufnahmen wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Der Zusammenarbeit mit seinem Duo-Partner am Klavier, Andreas Woyke, kommt große Bedeutung zu. Zusammen mit seiner Frau Heidrun Maya Hagn entwickelt Friedrich Kleinhapl kontinuierlich neue Kunstprojekte. Gemeinsam mit Andreas Woyke gründeten sie 2015 den Verein „Get a Hearing“ zur Unterstützung hörgeminderter Kinder.

KÜNSTLER

  • Friedrich Kleinhapl

    Friedrich Kleinhapl
    @ Christian Jungwirth

    Über den österreichisch-belgischen Cellisten schwärmt die New York Times ebenso wie Valery Gergiev oder die russische Komponistin Sofia Gubaidulina. Friedrich Kleinhapl lässt mit seiner Expressivität beim Spielen die Funken sprühen, höchst leidenschaftlich und höchst individuell. Sein Klang und sein Stil sind unverwechselbar, kompromisslos risikobereit, seine Musik entsteht in jedem Moment neu.

    Friedrich Kleinhapl beendete seine cellistische Ausbildung bei Philippe Muller in Paris. Viele wertvolle musikalische Anregungen verdankt er der intensiven Zusammenarbeit mit Musikerpersönlichkeiten wie Claudio Abbado,
    Lord Yehudi Menuhin, Paul Tortelier und Tibor Varga. Er gastiert in vielen großen Konzerthäusern in Europa, Nord- Mittel- und Südamerika bis China und Japan. Von der Wigmore Hall in London, der Town Hall in New York und dem Kennedy Center in Washington, dem Gewandhaus Leipzig, dem Konzerthaus Berlin bis zum Wiener Musikverein, dem Münchner Herkulessaal oder Dôme des Invalides in Paris und dem Oriental Art Centre in Shanghai.

    Zu den Künstlerkollegen unterschiedlicher Sparten, mit denen er bisher arbeitete, zählen ebenso Instrumentalisten wie der Bratschist Gérard Caussé, Sänger wie Christa Ludwig als auch Tänzer wie Maria Yakovleva oder der Schauspieler Peter Simonischek. Der internationale Durchbruch gelang ihm 2007 mit dem Mariinsky Orchester unter Valery Gergiev, der Friedrich Kleinhapl als einen „der viel versprechendsten Musiker einer neuen jüngeren Generation bezeichnete“ und gemeinsam mit seinem kongenialen Duopartner Andreas Woyke mit der Einspielung der 5 Beethoven Sonaten 2009, die international Aufsehen erregte. Neben seinen Konzerten und CD Einspielungen mit zahlreichen Orchestern wie dem Simon Bolivar Orchester oder dem Tschechischen Rundfunkorchester Prag ist die Zusammenarbeit mit seinem Duopartner Andreas Woyke von großer Bedeutung.

    Friedrich Kleinhapl engagiert sich neben den Standardwerken der Celloliteratur auch für seltener gespielte Konzerte wie z.B. jenen von Erich Wolfgang Korngold, Arthur Honegger, Miklos Rósza, Nino Rota oder Sofia Gubaidulina. Darüberhinaus hat sich Friedrich Kleinhapl auch einen Namen als Interpret zeitgenössischer Literatur gemacht. Für ihn wurden zahlreiche Konzerte komponiert, die er bei namhaften Festivals uraufgeführt hat: z.B. Fantasy for cello and big band“ von Ed Neumeister, „Werden, Sein, Vergehen“ für Chor, Schlagwerk und Solocello von Johannes
    Berauer, Cellokonzert von Peter Herbert, Dirk d´Ase oder Christoph Cech. Inspiriert durch Konzertreisen nach Südamerika und Asien begann sich Friedrich Kleinhapl in den letzten Jahren intensiver mit der Musik anderer Kulturen auseinanderzusetzen. Erstes Ergebnis dieses neuen Interesses war die CD Pasión Tango, die 2014 erschienen ist und mit dem „Super Sonic Award 2014“ ausgezeichnet wurde. Friedrich Kleinhapl hat bisher 15 CDs
    eingespielt und bei zahlreichen CD Produktionen mitgewirkt. Viele Aufnahmen wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Seit 1998 spielt Friedrich Kleinhapl auf verschiedenen Instrumenten aus der Sammlung wertvoller Streichinstrumente der Österreichischen Nationalbank. Zusammen mit seiner Frau Heidrun Maya Hagn entwickelt Friedrich Kleinhapl kontinuierlich neue Kunstprojekte. Gemeinsam mit Andreas Woyke gründeten sie 2015 den Verein „Get a Hearing“ zur Unterstützung hörgeminderter Kinder.

  • Andreas Woyke

    Andreas Woyke @ Christian Jungwirth

    Das intensive Forschen, die ständige Suche nach neuen und unkonventionellen Wegen in der Musik bestimmt den künstlerischen Lebensweg des deutschen Pianisten Andreas Woyke.

    Seine künstlerische Karriere als Solist, Kammermusiker, Komponist, Improvisator und Jazzmusiker ist geprägt von Konzertauftritten in renommierten Konzerthäusern der Welt wie Townhall New York, Kennedy Center Washington D.C., Sala Sao Paulo, Musikverein und Konzerthaus Wien, Gasteig München, Philharmonie Köln, Tschaikowsky-Konservatorium Moskau, South Africa State Theatre Pretoria oder Oriental Arts Centre Shanghai.

    Seine Zusammenarbeit mit Dirigenten von Weltruhm wie Joao Carlos Martins, Kazushi Ono, Gerard Korsten oder Heribert Beissel hat ihn ebenso stark geprägt wie die gemeinsame Arbeit mit namhaften KünstlerInnen wie Kammersängerin Christa Ludwig, Schauspielerin Julia Stemberger oder Schriftsteller Michael Krüger.

    Andreas Woyke überschreitet stilistische Grenzen. Auf seinen Solo-CDs „Braiding Bach“ und „Braiding Chopin“ (ARS) setzt er seine jazzbeeinflussten Kompositionen in spannenden Dialog zu den Werken der Komponisten. In seinen eigenen Klangbildern kommt das improvisatorische Element ebenso zum Tragen wie in der barocken Auszierung der Bach’schen Sarabanden. Als Improvisator arbeitet er mit Malern zusammen, begleitet Stummfilme und untermalt Segelflug-Kunstprogramme wie zuletzt bei der AirPower 2018 mit Team Blanix.

    Als Kammermusiker und ständiger Duopartner des österreichischen Cellisten Friedrich Kleinhapl ebenfalls auf der ganzen Welt unterwegs, wurden die beide Künstler für ihre zahlreichen CD-Einspielungen des klassischen Repertoires von Beethoven bis Schnittke sowie für ihre außergewöhnliches Album „Pasiòn Tango“ regelmäßig mit internationalen Tonträger-Preisen ausgezeichnet.

    Andreas Woyke lebt als freischaffender Pianist in Graz und unterrichtet zudem an der dortigen Kunstuniversität Klavier und Kammermusik. Auf seinen Welt-Tourneen gibt er regelmäßig Meisterkurse.

  • Julia Stemberger

    JuliaStemberger
    @Nadja Klier

    Julia Stemberger wurde als Tochter der Schauspielerin und Sängerin Christa Schwertsik und des Tropenmediziners Heinrich Stemberger in Wien geboren.  Julia Stemberger nahm Schauspielunterricht in Wien und erhielt eine Ausbildung in Gesang, Ballett und Jazz-Tanz.

    1984 feierte sie in „Herzklopfen“ ihr Kinodebüt. Der Film unter der Regie von Walter Bannert sorgte für großes Medienecho und machte sie schlagartig bekannt. Unmittelbar danach wurde sie von Michael Schottenberg an das Wiener Schauspielhaus geholt. In den Folgejahren stand die gefragte Charakterdarstellerin bei den Salzburger Festspielen genauso auf der Bühne wie am Wiener Burgtheater. Weitere Engagements führten sie u.a. an das Thalia-Theater in Hamburg und in Berlin an das Schlosspark Theater und Renaissance Theater. In Wien war Julia Stemberger neben dem Burgtheater, im Theater in der Josefstadt, im Volkstheater, im Schauspielhaus, in der Volksoper und im Ronacher zu sehen.

    Am Theater arbeitete sie mit einigen der bedeutendsten Regisseuren zusammen, wie z.B. George Tabori, Peter Zadek, Peter Stein und Jürgen Flimm. Dabei spielte sie u.a. an der Seite von Gert Voss die Jessica in Peter Zadeks „Kaufmann von Venedig“, die Desdemona in George Taboris „Othello“-Inszenierung, die Helene Atenwyl in Jürgen Flimms Inszenierung von Hofmannsthals „Der Schwierige“ oder Cleopatras Dienerin in „Antonius und Cleopatra“ (Regie: Peter Stein). Seit 2011 bereits gastiert sie in den Sommermonaten bei den Festspielen Reichenau. Etwa als „Anna Karenina“ und als Genia in Arthur Schnitzlers „Das weite Land“. Heuer trat sie dort in den Stücken „Cella“ und „Das falsche Gewicht“ auf.

    In der Saison 2014/2015 war sie in der Produktion „The Kings Speech“ auf der Bühne des Schlosspark-Theater Berlin zu sehen (Regie: Thomas Schendel). 2014 debütierte sie in „Die Schüsse von Sarajevo“ (Regie: Herbert Föttinger) am Theater in der Josefstadt. Aktuell ist sie dort im Theaterstück „Terror“ von Ferdinand von Schirach unter der Regie von Julian Pölsler zu sehen (Kammerspiele der Josefstadt). Am 13.12.2018 findet im Theater in der Josefstadt die Premiere von Ferdinand Raimunds „Der Bauer als Millionär“ statt mit Julia Stemberger in der Rolle der „Zufriedenheit“. (Regie Josef E. Köpplinger).

    Auch im Kino und Fernsehen startete die vielseitige Künstlerin eine rasante und international prämierte Karriere. So wurde sie u.a. für ihre darstellerische Leistung in Götz Spielmanns österreichischem Drama „Erwin und Julia“ mit dem französischen Darstellerpreis geehrt. Für ihre Rolle in Christian Görlitz’ Fernsehfilm „Freier Fall“ wurde ihr der „Goldene Löwe“ verliehen und sie erhielt den österreichischen Fernsehpreis „Romy“ als beste Schauspielerin. Im Laufe ihrer Karriere war sie in zahlreichen TV-Filmen und -Serien zu sehen und stand mit internationalen Schauspielgrößen wie Max von Sydow, Kenneth Branagh, Christian Bale, Charlotte Rampling und Barbara Hershey vor der Kamera.

    Mit „Die skandalösen Frauen“ begann 1993 eine intensive Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Kameramann Xaver Schwarzenberger: Es  folgte das Gesellschaftsdrama „Tonino und Toinette“, das historische Drama „1809 Andreas Hofer – Die Freiheit des Adlers“, die TV-Filme „Eine Liebe in Afrika“ und „Annas Heimkehr“ und die schwarze Komödie „Feine Dame“. Dem ganz breiten Publikum wurde Julia Stemberger durch die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Dieter Wedel bekannt: So spielte sie in seinem Grimme-Preis-gekrönten fünfteiligen Krimi-Drama „Der Schattenmann“ ebenso wie in der hocherfolgreichen sechsteiligen Kiez-Saga „Der König von St. Pauli“.

    In der ARD-Hauptabendserie „Die Stein“, die in zwei Staffeln (2008 und 2011) von Das Erste ausgestrahlt wurde, spielte sie die Titelrolle der Katja Stein, einer engagierten Lehrerin für Deutsch und Geschichte, die ihr Leben neu ordnen muss.

    2016 war Julia Stemberger der prominente „Neuzugang“ in der zweiten Staffel der Erfolgsserie „Vorstadtweiber“. In 10 Folgen verkörperte sie dabei die Rolle der Sylvia. Für die ARD-Krimireihe „Der Bozen-Kromi“ (Kripo Bozen) stand Julia Stemberger als ehrgeizige Politikergattin Charlotte vor der Kamera.

    2017 war sie in Robert Dornhelms opulentem TV-Zweiteiler „Maria Theresia“ im ORF zu sehen wo sie die Rolle der Maria Karolina von Fuchs-Mollard verkörperte. 2018 folgte David Schalkos Remake von Fritz Langs filmischem Meisterwerk „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ aus dem Jahr 1931. Ebenso 2018 spielte sie im prominent besetzten ZDF- Beziehungsdrama „Südstadt“. (Regie: Matti Geschonneck)

    Im Laufe ihrer Karriere hat Julia Stemberger in den verschiedensten Genres von Drama über Thriller und Komödie bis zur Literaturverfilmung immer wieder ihre schauspielerische Vielseitigkeit unter Beweis gestellt. Neben ihrer Tätigkeit als Theater- und Filmschauspielerin hat sich Julia Stemberger der Musik verschrieben. Sie spielt Quer- und Blockflöte und hat eine Gesangsausbildung genossen. Sie interpretiert Arnold Schönbergs „Gurre Lieder“ und „Pierrot Lunaire“, macht Musiktheater und steht bei einer Vielzahl von Soloabenden und musikalischen Lesungen in Österreich und Deutschland auf der Bühne.

  • Johannes Silberschneider

    Foto: Stefan Robitsch

    Geboren in der Steiermark studierte Johannes Silberschneider, Schauspiel an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst am Max- Reinhardt-Seminar in Wien. Theaterengagements führten ihn u.a. nach Zürich, Hamburg, München, Berlin und Graz.

    Seine internationale Film- und Fernsehkarriere begann Johannes Silberschneider 1981 mit Axel Cortis Fernsehfilm TV-Trilogie „Wohin und zurück. Es folgten über 60 weitere Fernsehrollen: An der Seite von Ben Kingsley drehte er „Anne Frank – The whole Story“. Mit Laetitia Casta stand er in „Luisa Sanfelice“ der Gebrüder Taviani vor der Kamera. In „La niña de tus ojos“ (Fernando Trueba) war er an der Seite von Penelope Cruz zu sehen. Unter der Regie von Harald Sicheritz spielte er in „Zwölfeläuten“ und „11er Haus“. Mitwirkung auch in „Alles Schwindel“ in der Regie von Wolfgang Murnberger, „Liebe, Geld, Macht – Maximilian I“; ebenso in „Blind ermittelt“, „Ein Dorf wehrt sich“ und in „Der Fall der Gerti B.“, u.v.a.

    Johannes Silberschneider ist in zahlreichen Kinofilmen präsent: u.a. in „Charms Zwischenfälle“, „Männerpension“ (Detlev Buck), „Das Schloss“ (Michael Haneke). Als Gustav Mahler im Kinofilm „Mahler auf der Couch“, als Hans Moser in „Jud Süß“ von Oskar Roehler, sowie in „Hirngespinster“ und „Bad Fucking“ von Harald Sicheritz. Er spielte in „Das ewige Leben“ von Wolfgang Murnberger und in den Brenner-Büchern von Wolf Haas gibt Johannes Silberschneider den unterschiedlichsten Charakteren eine unverwechselbare Gestalt.

    Johannes Silberschneider wurde mehrfach für den österreichischen Theaterpreis Nestroy nominiert. 2012 ehrte ihn die Diagonale mit dem Großen Diagonale-Schauspielpreis für Verdienste um die österreichische Filmkultur. 2014 wird ihm der „Großen Josef-Krainer-Preis in Würdigung seiner Verdienste im Bereich Schauspiel zuerkannt.

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