Andrè Schuen – Daniel Heide

Liederabend

Andrè Schuen – Daniel Heide

Copyright Christoph Köstlin DG

PROGRAMM

Franz Schubert: „Die schöne Müllerin“ op. 25

KÜNSTLER

  • Andrè Schuen

    Der Bariton Andrè Schuen stammt aus dem ladinischen La Val (Südtirol, Italien) und wuchs dort dreisprachig auf – ladinisch, italienisch und deutsch, eine Vielseitigkeit, die sich in seinem jetzigen Gesangsrepertoire widerspiegelt. Nachdem lange Jahre das Cello sein Hauptinstrument war, entschied er sich für ein Gesangsstudium an der Universität Mozarteum Salzburg bei Prof. Horiana Branisteanu sowie Lied und Oratorium bei Prof. Wolfgang Holzmair. Im Anschluss an sein Studium war Andrè Schuen Ensemblemitglied der Oper Graz.

    Andrè Schuen verkörpert im Festivalsommer 21 zwei große Mozart-Partien: Die Titelpartie in Nozze di Figaro (R: Lotte de Beer / D: Thomas Hengelbrock) beim Festival Aix-en-Provence sowie den Guglielmo in Così fan tutte (R: Christof Loy / D: Joana Mallwitz) bei den Salzburger Festspielen. In diesen beiden Rollen sowie als Don Giovanni war er bereits am Theater an der Wien im gefeierten Da Ponte-Zyklus von Nikolaus Harnoncourt zu hören. Als Guglielmo gab er erst in der letzten Saison sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper. An der Wiener Staatsoper übernimmt er in der Saison 21/22 erneut die Titelrolle des von Tschaikowsky vertonten Puschkin-Dramas Eugen Onegin  (musikal. Leitung: Tomáš Hanus / Inszenierung: Dmitri Tscherniakov), den Graf Almaviva in Le Nozze di Figaro sowie den Olivier in Capriccio von Richard Strauss. Weitere Gastspiele führen an die Bayerische Staatsoper (Belcore/Elisir d’amore) und nach Madrid ans Teatro Real (Conte/Nozze di Figaro). In der neuen Oper von Manfred Trojahn Euridice – Die Liebenden, blind ist Andrè Schuen in der Rolle des Orpheus zu erleben. Das Werk kommt im März 2022 in einer Inszenierung von Pierre Audi und unter der musikalischen Leitung von Eric Nielsen zur Uraufführung.

    Im November 21 ist Andrè Schuen in der Titelpartie von Mendelssohns Elias beim Gewandhausorchester unter Andris Nelsons zu Gast. Gleich im Anschluss führt eine Tournee des Ensemble Pygmalion unter der Leitung von Raphael Pichon mit Brahms‘ Deutschem Requiem nach Versailles, Bordeaux, Amsterdam, Wien und Essen. Vergangene Highlights auf der Konzertbühne waren Auftritte mit den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle, beim WDR Sinfonieorchester unter Jukka-Pekka Saraste oder beim Swedish Radio Symphony Orchestra unter Daniel Harding.

    Besonders wichtig ist Andrè Schuen, gemeinsam mit seinem Klavierpartner Daniel Heide, der Liedgesang. Das Duo ist mittlerweile regelmäßiger Gast der Schubertiade in Hohenems und Schwarzenberg, wo er im August 2021 alle drei Schubert-Liedzyklen aufführen wird. Im September folgt eine Liederabend-Tournee mit Schuberts Müllerin vom Rheingau Musik Festival über Eppan in Südtirol bis hin zum Tsinandali Festival in Georgien. Andrè Schuen ist weltweit sowohl in Liedzentren wie der Londoner Wigmore Hall, dem Teatro della Zarzuela in Madrid, der Schubertiada Vilabertran, beim Heidelberger Frühling oder dem Oxford Lieder Festival zu erleben, als auch an renommierten Konzertorten wie dem Münchner Prinzregententheater, dem Amsterdamer Concertgebouw oder dem Wiener Konzerthaus. Mit Andreas Haefliger feierte Andrè Schuen 2017 sein USA-Debüt mit Liederabenden beim Tanglewood-Festival sowie beim Aspen Music Festival.

    International beste Kritiken erhielt Andrè Schuen gemeinsam mit Daniel Heide für seine Einspielungen. Zuletzt erschien Schuberts Schöne Müllerin bei der Deutschen Grammophon: Für das „Yellow Label“ spielt Andrè Schuen exklusiv die drei großen Schubert-Liedzyklen ein.

  • Daniel Heide

    Daniel Heide © Ulrike Mönning

    Der aus Weimar stammende Pianist Daniel Heide zählt zu den gefragtesten Liedbegleitern und Kammermusikern seiner Generation. Seit seinem Studium an der Franz-Liszt-Hochschule seiner Heimatstadt bei Prof. Ludwig Bätzel und wegweisenden Anregungen bei Christa Ludwig und Dietrich Fischer-Dieskau konzertiert er in ganz Europa und Asien.

    Eine intensive Zusammenarbeit verbindet ihn mit SängerInnen wie Andrè Schuen, Christoph Prégardien, Konstantin Krimmel, Julian Pregardien, Simone Kermes, Katharina Konradi, Patrick Grahl, Ingeborg Danz, Britta Schwarz, Johannes Weisser, Roman Trekel und Natalie Perez u.v.a.

    Mit der deutsch-griechischen Mezzosopranistin Stella Doufexis verband ihn eine enge Zusammenarbeit. Ihre gemeinsam aufgenommene CD „Poemes“ mit Liedern von Claude Debussy erhielt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

    Als Partner in Sonatenabenden konzertierte er mit Solisten wie Tabea Zimmermann, Antje Weithaas, Wolfgang Emanuel Schmidt, Jens Peter Maintz, Friedemann Eichhorn, Andreas Willwohl, Barbara Buntrock, Julian Steckel, Isang Enders, Konstanze von Gutzeit, Benoit Fromanger, Danjulo Ishizaka und dem Mandelring-quartett.

    Einen wichtigen Impuls für seine Karriere als Liedbegleiter stellt 2011 die Gründung der Konzertreihe „Der lyrische Salon – Liederabende auf Schloss Ettersburg“ dar. Als pianistischer Partner einer Vielzahl renommierter Gesangssolisten hat er dort schon über 70 Liederabende aufgeführt.

    Neben seiner regen Konzerttätigkeit ist sein Wirken auf einer Vielzahl von CD-Veröffentlichungen dokumentiert. Zuletzt erschienen sind „Dichterliebe“ mit dem Tenor Patrick Grahl (AVI,2020), „Liebende“ mit der Sopranistin Katharina Konradi (AVI,2021) und die Spannung erwartete Veröffentlichung des Zyklus „Die Schöne Müllerin“ mit Andrè Schuen (DeutscheGrammophon,2021)

    Seine erste CD mit Liedern von Robert Schumann, Hugo Wolf und Frank Martin, die er gemeinsam mit dem Südtiroler Bariton Andrè Schuen beim Label AVI aufgenommen hat, ist 2016 mit dem ECHO Klassikpreis in der Kategorie „Bester Nachwuchssänger“ ausgezeichnet worden. Die folgende Veröffentlichung „Wanderer“, ebenfalls mit Andrè Schuen erhielt 2019 einen OPUS Klassikpreis.

    Aktuell spielt er das gesamte Liedschaffen von Franz Liszt auf 7 CDs beim Label Cavi-music ein und erstellt ein neues Werkverzeichnis seiner Lieder.

    Daniel Heide liebt die Arbeit im melodramatischen Kontext, u.a.in Programmen mit Christian Brückner, Thomas Thieme, Hanns Zischler, Markus Meyer, Sky Dumont und Udo Samel.

    An den Hochschulen von Berlin (Hanns Eisler) und Weimar (Franz Liszt) unterichtete er 13 Jahre Liedgestaltung, Kammermusik und Korrepetition. Diese Arbeit setzt er aktuell in Meisterklassen und privaten Coachings fort. Ein Hauptaugenmerk gilt der Förderung junger LiedsängerInnen und deren KlavierpartnerInnen.

    2019 initiierte er gemeinsam mit seiner Frau Ulrike Mönnig und der ACC-Galerie Weimar die Gesprächsreihe „Brotlose Kunst“, in der er seinen Gästen auf den Zahn fühlt, sie zu Hingabe und Selbst(Aufgabe) ihres (künstlerischen) Tuns befragt und aktuelle Bildungsverläufe verschiedenster Künstlerischer Berufe hinterfragt.

    Mit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 widmete sich Daniel Heide verstärkt wieder dem Studium des Klavier-solo-Repertoires. Im Fokus standen und stehen dabei die 32 Sonaten von Ludwig van Beethoven und Sonaten von Franz Schubert die in zahlreichen Solo-Recitals zu hören sind. Ein weiteres Zeugnis diesen neuen Schwerpunkts ist Heides erste Solo-Veröffentlichung Ende August:

    Ein Vol.1 mit 4 Klaviersonaten von Ludwig Van Beethoven, darunter die berühmte „Pathetique“. Weitere Volumes (alle CaviMusic) folgen 2022.