Achtung: Die Veranstaltung Verdi ist der Mozart Wagners wird auf nächstes Jahr verschoben! Ersatztermin: 7. Mai 2022

Ensemble

Achtung: Die Veranstaltung Verdi ist der Mozart Wagners wird auf nächstes Jahr verschoben! Ersatztermin: 7. Mai 2022

Cornelius Obonya
Schauspieler/in
Franz Bartolomey
Violoncello
Gerald Preinfalk
Saxophon
Christian Bakanic
Akkordeon

PROGRAMM

Kennen Sie Wagners innerste Gedanken über seine Tenöre, den Lümmel Siegfried, den erzblöden Parsifal…? Cornelius Obonya gibt äußerst humorvolle Tipps für Opernfreunde, er ergeht sich in ca. 26 Definitionen der Gattung Oper, verkündet das Ergebnis des Kompositionswettbewerbs Das schönste Herzklopfen, er beleuchtet Verdis 27 Vaterfiguren mit dem Fazit: „Nicht nur fürchterlich, sondern schon ganz furchtbar“ und er entdeckt „das echt Verdische“ in der „Gemütlichkeit“, das sich justament im „letzten Schnauferl“ ausdrückt, im schönen Operntod. Unterbrechen lässt sich Cornelius Obonya dabei nur von Cello, Sax und Akkordeon, wenn sie u.a. Siegmunds Winterstürme, Stolzings Preislied oder Wolframs Abendstern u.v.m. auf ihre ganz eigene und andere Art interpretieren.

KÜNSTLER

  • Cornelius Obonya

    Cornelius Obonya (c)Anjeza Cikopano

    Der in Wien geborene Cornelius Obonya stammt aus einer Schauspielerdynastie: Seine Eltern sind Elisabeth Orth und Hanns Obonya (gest. 1978), seine Großeltern mütterlicherseits waren Paula Wessely und Attila Hörbiger.
    Mit 17 Jahren ging er ans Max-Reinhardt-Seminar, um Schauspiel zu studieren, verließ es aber nach einem Jahr und lernte bei dem Kabarettisten Gerhard Bronner. Bronner gehörte zu den wichtigen Begegnungen in seiner Laufbahn ebenso wie Emmy Werner, die ehemalige Direktorin des Volkstheater Wien und Andrea Breth, mit der er viele Jahre an der Schaubühne Berlin und auch am Burgtheater Wien gearbeitet hat. Cornelius Obonya ist verheiratet mit der Regisseurin Carolin Pienkos und Vater des gemeinsamen Sohnes Attila.

    Für seine erste Rolle am Volkstheater, den Eugene in Brighton Beach Memoirs von Neil Simon, wurde Cornelius Obonya 1989 mit dem Nachwuchspreis des Karl-Skraup-Preises ausgezeichnet; im folgenden Jahr erhielt er den O.E.Hasse-Preis. Mit Andrea Breth arbeitete er bereits während seines Engagements an der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz (1992–1999) zusammen, am Burgtheater folgten ab 2000 u. a. Edward Bonds Die See (Hollarcut), Lessings Emilia Galotti (Pirro), Schillers Don Carlos (Domingo), Tschechows Der Kirschgarten (Trofimow), Tennessee Williams’ Die Katze auf dem heißen Blechdach (Gooper) und Lessings Minna von Barnhelm (Paul Werner). Am Burgtheater spielte Cornelius Obonya u. a. auch unter der Regie von Peter Zadek, Sven-Eric Bechtolf, Karin Beier, Carolin Pienkos, Anselm Weber, Stefan Bachmann und Falk Richter; er war der Caligula in Albert Camus’ gleichnamigem Stück (Regie: Jan Lauwers), Herr von Rappelkopf in Ferdinand Raimunds Der Alpenkönig und der Menschenfeind (Regie: Michael Schachermaier) und jüngst Caius Martius Coriolanus in Shakespeares Coriolan (Regie: Carolin Pienkos).
    2008/2009 spielte und sang er in Mel Brooks Broadway-Musical The Producers im Ronacher in Wien sowie im Admiralspalast in Berlin. In der Spielzeit 2009/10 gastierte er am Theater in der Josefstadt als der Lehrer in Jugend ohne Gott von Christopher Hampton nach Ödön von Horváth (Regie: Torsten Fischer). Große Erfolge feierte er 2010/11 mit seinem Soloabend Cordoba – Das Rückspiel von Florian Scheuba und Rubert Hennig am Rabenhof Theater in Wien. Dafür erhielt er den „Salzburger Stier 2010“ und eine Nominierung für den „Spezialpreis des Nestroy-Preises 2010“. Im gleichen Jahr wurde er „Schauspieler des Jahres“ des Österreichischen Rundfunks (Ö1). 2012 und 2013 begann seine Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Walfischgasse, wo er als Andrew Wyke in Revanche von Anthony Shaffer sowie als Leroy Brooks in der Uraufführung von C(r)sah, geschrieben von Rupert Henning, inszeniert ebenfalls von Carolin Pienkos, zu sehen war.

    Bei den Salzburger Festspielen debütierte Cornelius Obonya 2002 als Paul Kreindl in Andrea Breths Inszenierung von Schnitzlers Das weite Land. Ebendort war er 2012 der Monsieur Jourdain in der Oper Ariadne auf Naxos von Richard Strauss/Hugo von Hofmannsthal, zu spielen nach dem Bürger als Edelmann des Molière in der Bearbeitung von Hugo von Hofmannsthal. Als Jedermann wurde Cornelius Obonya in den Salzburger Festspielsommern 2013 bis 2016 gefeiert.

    Auf der Kinoleinwand war Obonya u.a. in Spanien (von Anja Salomonowitz), in Peter Patzaks Kottan ermittelt – rien ne va plus, in Egon Schiele (Regie: Dieter Berner) sowie als Konrad in Die Trapp Familie – ein Leben für die Musik (Regie: Ben Verbong) zu sehen. Er hat auch in zahlreichen TV-Produktionen mitgewirkt, u. a. in den Krimi-Serien Tatort und CopStories, Nachtschicht von Lars Becker sowie in TV-Filmen wie Polt oder Die Hebamme. Seit 2018 ist er in der Serie Meiberger – Im Kopf des Täters und in den Altaussee-Krimis auf ServusTV zu sehen. Weiters drehte er 2019 für Costa-Gavras in dessen Film Adults in the Room.

  • Franz Bartolomey

    Franz Bartolomey (c) Ch. Hellhake

    Erster Solocellist der Wiener Philharmoniker bis 2012 und Mitglied dieses Orchesters seit 1967 in dritter Generation (sein Großvater war Soloklarinettist, der Vater Geiger). Seit 1997 ist er Mitglied der Hofmusikkapelle in Wien.
    Geboren in Wien, erhielt er seinen ersten Cellounterricht im Alter von sechs Jahren bei Ewald Winkler. Anschließend studierte an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Richard Krotschak und Emanuel Brabec. Schon seit frühester Jugend prägt eine intensive internationale Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker die musikalische Biographie des Cellisten.

    Franz Bartolomey ist Preisträger der internationalen Violoncello Wettbewerbe von Budapest (1963), Moskau (1966) und Wien (1967). Er war Gründungsmitglied des Küchl-Quartetts (Musikverein-Quartett) von 1975-1989, seither intensive Kammermusiktätigkeit in unterschiedlichen Formationen. Er kreiert mit den Burgschauspielern Birgit Minichmayr, Florian Teichtmeister, Peter Matic, Michael Heltau, Peter Schimonischek, Cornelius Obonya und Klaus Maria Brandauer unterschiedliche sehr erfolgreiche literarisch-musikalische Projekte.

    Solokonzerte unter Leonard Bernstein, James Levine, Daniel Barenboim, Bernhard Haitink, Sir André Previn, Mariss Jansons, Sir Simon Rattle und Sir Roger Norrington unter anderem bei den Abonnementkonzerten der Wiener Philharmoniker, bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen, beim Festival „Wien modern”, beim Carinthischen Sommer und bei internationalen Festivals, wie den Musikfestwochen Luzern und dem Pacific Festival in Sapporo.

    Als Kammermusikpartner arbeitet er unter anderem mit Sir André Previn, Sir Simon Rattle, Oleg Maisenberg, Helmut Deutsch, Ernst Kovacic, Rudolf Buchbinder, Pavel Gililov, Tzimon Barto, Stefan Vladar, Pierre Amoyal, Gil Shaham, Julian Rachlin, Mischa Maisky, Wolfgang Schulz, Sylvia McNair, Barbara Bonney, Kathleen Battle, Jessye Norman und Thomas Hampson zusammen.

    TV-, CD- und Rundfunkaufnahmen mit Franz Bartolomey umfassen solistische Werke und Kammermusik. Hervorzuheben sind die Einspielungen des „Don Quixote” von Richard Strauss mit den Wiener Philharmonikern unter Sir André Previn, erschienen bei TELARC und der Cellosonaten von Johannes Brahms und Richard Strauss bei RCA. Bei NAXOS erschien im Februar 2005 eine CD mit den Cellosonaten von Johann Nepomuk Hummel und Fryderyk Chopin.
    Von 2004-06 war Franz Bartolomey auch erster Solocellist des „Festival Orchesters Luzern“ unter Claudio Abbado, ebenso wie In den Opernhäusern von Berlin und Dresden.
    Seit Herbst 2014 wirkt er auch als Erster Solocellist am Königlichen Opernhaus in Kopenhagen.

    Franz Bartolomey wurde mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien, dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Salzburg, der Ehrenmedaille der Stadt Wien und der Mozartmedaille der Mozartgemeinde Wien ausgezeichnet. Im Juni 2012 wurde ihm der Ehrenring der Wiener Staatsoper verliehen.
    2012 erschien sein Buch: Franz Bartolomey, „Was zählt, ist der Augenblick“- Die Bartolomeys 120 Jahre an der Wiener Staatsoper, Amathea Verlag Wien, 2012
    Er spielt ein Violoncello von Jean Baptiste Vuillaume, Paris um 1860

  • Gerald Preinfalk

    Die musikalische Laufbahn des Oberösterreichers begann mit neun Jahren und wurde 1990 ab dem Studium an der Universität für Musik in Wien zur Berufung. Jazz u. französisch klassisches Saxophon waren die Zweige, welche ihn 1993 zum Auslandsstipendium an die Berklee School of Music in Boston (USA) für Jazz, und 1998 nach Paris für klassisches Saxophon, führten.

    Seit dem Jahr 2000 ist er Mitglied des Klangforum Wien, einem der heute renommiertesten Ensembles für neue Musik. Konzertreisen führten ihn u.a. nach Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, England, Deutschland und New York. Gastspiele bei Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Radio Symphonieorchester Wien, der Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz und neuen Musikensembles im Raum Wien (u.a. Die Reihe Wien, Ensemble 21.Jhdt). Auftritte bei Jazzensembles wie dem Vienna Art Orchestra, dem Upper Austrian Jazzorchestra, der Bigband Nouvelle Cousine, der Jazzbigband Graz, C. Muthspiels Ensemble Motley Mothertongue, verschiedene Bands wie Duckbilled Platypus mit Martin Siewert, Third Movement mit Peter Herbert, BPM mit Terry Bozzio, Saxofour mit Wolfgang Puschnig, Flip Phillip Dectet, Robert Bachner Bigband, Musikern wie Roberto Rodriguez (NYC), Peter Madsen, Elliot Sharp, Wolfgang Muthspiel, George Garzone, Django Bates, Reggie Washington, Rodney Holmes, Will Calhoun, Jamey Haddad, Wayne Horwitz, Don Byron, sowie im Popbereich mit Maria Bill und Willi Resetarits. Theatermusik am Burgtheater, am Theater an der Wien und am Volkstheater runden den Tätigkeitsbereich auf improvisatorischer Seite als Sideman ab.

    Als Komponist ist Gerald Preinfalk vorwiegend für eigene Bands tätig. (Tangogo, Paier/Preinfalk, Giuffre Zone, etc.) 2001 wurde er mit dem „Hans Koller-Preis“ in der Gattung „Newcomer des Jahres“ für Jazz ausgezeichnet. 2003 bekam er den Kompositionsauftrag für das Abschlussfest „Ringelreigen“ der Tiroler Festspiele zusammen mit dem Regisseur Werner Heinrichmöller. 2005 komponierte Bernhard Lang für ihn und die Wiener Symphoniker das 40-minütige Solowerk „DW14“ für Saxophone, Jazzband und Orchester.
    Seit 2012 Professur für klassisches Saxophon an der Kunstuniversität Graz.

  • Christian Bakanic

    Christian Bakanic (c) J.Schuller

    Der österreichische Akkordeonist und Komponist, studierte Volksmusik am Johann Joseph Fux Konservatorium in Graz, klassisches Akkordeon an der Musikuniversität und hat sich als Jazzmusiker in Österreich bereits einen Namen gemacht.
    Seine musikalischen Zugänge und Erfahrungen vermischen sich auf subtile Weise in seinen Kompositionen und verbinden die komplexe Spontaneität des Jazz, die temperamentvolle Leidenschaft des Tango Nuevo, das disziplinierte Moment der Klassik mit vielschichtigen Traditionen europäischer Volksmusik.
    Die Quintessenz von Christian Bakanics Arbeit ist die stete Bewegung, der immerwährende Austausch und nicht zuletzt die spannende Suche nach neuen Möglichkeiten. Mit Neugier und Leidenschaft befeuert er seinen kreativen Motor, während er seine Hörer mit Authentizität und Virtuosität überzeugt.

    Zahlreiche erste Preise bei Harmonikawettbewerben (Steir. Harmonikawettbewerb Grazer Messe, Österreichische Wettbewerbe „Tag der Harmonika“,…). Erster Preisträger beim Landeswettbewerb „Prima la Musica“ (1997 und 1999) für klassisches Akkordeon, zahlreiche Konzerte als Solist und in Ensembles (Folksmilch: www.folksmilch.at, Beefolk: www.beefolk.com, Trio Infernal, Mala Junta, Tanguango, Kahiba, Bordunikum, Scurdia…) in Europa, Japan, Argentinien, Hong Kong, Island,…
    Zusammenarbeit mit verschiedenen Musikern aus unterschiedlichsten Genres wie Wolfgang Muthspiel, Heinrich von Kalnein, Klaus Johns, Miguel Herz- Kestranek, Josef Pichler, Alex Deutsch, Markus Schirmer, Gwylim Simcock, Wolfgang Puschnig, Jon Sass….. In den letzten Jahren ist Christian Bakanic auch als Komponist tätig; Kompositionsauftrag für „Grabenfest der ÖBV 2006“, verschiedene Aufträge für Theatermusik (Bully me, Ein Schaf fürs Leben, Mein Hundemund,…), Kompositionen im Bereich Jazz, Folk und neuer Musik.